Energie, Mobilität und Klimawandelanpassung
in der Region St. Anton am Arlberg
St. Anton am Arlberg ist geprägt von seiner alpinen Landschaft und den Menschen, die hier leben, arbeiten und Urlaub machen. Gleichzeitig stellt sich die Region den Herausforderungen, die mit Energieversorgung, Mobilität, Ressourcennutzung und den Folgen des Klimawandels verbunden sind.
In ausgewählten Bereichen wurden deshalb konkrete Maßnahmen umgesetzt und weiterentwickelt. Dazu zählen die Stromerzeugung aus Wasserkraft, der Ausbau der Nahwärmeversorgung, Projekte zur Klimawandelanpassung, Angebote im Bereich der Mobilität sowie technische Lösungen im Pistenmanagement.
Auf dieser Seite geben wir einen Überblick über bestehende Projekte, aktuelle Entwicklungen und zentrale Kennzahlen.
Strom aus Wasserkraft
Wasserkraft ist seit vielen Jahren ein Bestandteil der Energieversorgung in St. Anton am Arlberg. Die EWA – Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton GmbH – betreibt die drei Wasserkraftwerke Moosbach, Rosanna und Kartell. Gemeinsam erzeugen die Anlagen rund 52 GWh Strom pro Jahr.
Dem steht ein jährlicher Stromverbrauch der rund 1.400 Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet von etwa 30 GWh gegenüber. Die über diesen Bedarf hinaus erzeugte Strommenge wird weiterverkauft.
Eine Besonderheit ist die mehrstufige Nutzung des Wassers: Wasser aus dem Kartellsee wird zunächst im Kraftwerk Kartell zur Stromerzeugung eingesetzt und anschließend im Kraftwerk Rosanna ein weiteres Mal genutzt.
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Anpassung an die Folgen des Klimawandels
Seit 2021 ist St. Anton am Arlberg Teil der KLAR! Arlberg Stanzertal extern. KLAR! steht für Klimawandel-Anpassungsmodellregion.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Gemeinden und Regionen auf bereits spürbare und künftig erwartete Folgen des Klimawandels vorbereiten können. Gemeinsam mit den weiteren Gemeinden der Region werden dafür konkrete Maßnahmen entwickelt und umgesetzt.
Die Aktivitäten reichen von Informations- und Sensibilisierungsangeboten über Projekte in der Landschafts- und Gewässerentwicklung bis hin zur Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Tourismus und Freizeitnutzung.
Dabei geht es nicht um ein allgemeines Versprechen, sondern um konkrete Anpassungsmaßnahmen und darum, Erfahrungen und Wissen innerhalb der Region weiterzugeben.
Mit der Bahn direkt ins Ortszentrum
Der Bahnhof von St. Anton am Arlberg liegt unmittelbar im Ortszentrum und ermöglicht die Anreise mit internationalen und nationalen Bahnverbindungen.
Vom Bahnhof aus sind viele Unterkünfte, Restaurants, Geschäfte und Seilbahnen im Ort zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Ergänzt wird die Bahnanbindung durch Busverbindungen innerhalb von St. Anton am Arlberg und im Stanzertal.
Aktuelle Fahrpläne und Verbindungen finden Sie hier:
Nahwärme für St. Anton am Arlberg
Seit 2020 ist in St. Anton am Arlberg ein Nahwärmenetz in Betrieb. Was mit 64 Abnehmern und rund 5.700 Metern Leitungsnetz begann, wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erweitert.
Heute werden 103 Abnehmer über ein Leitungsnetz mit einer Länge von 6.225 Metern im Ortszentrum versorgt.
Im Sommer 2026 wurde das Heizwerk um einen zweiten Biomassekessel sowie eine Power-to-Heat-Anlage erweitert. Darüber hinaus ist vorgesehen, das Versorgungsnetz künftig auch in Richtung Nasserein und Oberdorf auszubauen.
Nach den vorliegenden Berechnungen können durch die Nahwärmeversorgung gegenüber der zuvor eingesetzten Energieversorgung jährlich rund zwei Millionen Liter Heizöl und etwa 5.000 Tonnen CO₂ vermieden werden.
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Beschneiung gezielt steuern
Wintersport ist ein zentraler Bestandteil des touristischen Angebots der Region St. Anton am Arlberg. Gleichzeitig erfordert der Betrieb eines Skigebiets Infrastruktur und den gezielten Einsatz von Ressourcen.
Aktuell sind in St. Anton am Arlberg rund 89 Prozent der Pistenfläche technisch beschneibar.
Für die technische Beschneiung kommen ausschließlich Wasser und Luft zum Einsatz. Digitale Systeme unterstützen zusätzlich die Planung und Steuerung: GPS-gestützte Schneehöhenmessungen in den Pistenmaschinen zeigen, wie viel Schnee sich an unterschiedlichen Stellen der Pisten befindet.
Diese Daten helfen dabei, Präparierung und technische Beschneiung auf die jeweils vorhandene Schneemenge um das erforderliche Maß abzustimmen.
Weiterführende Informationen
Weitere Details zu den einzelnen Projekten und Maßnahmen finden Sie bei den jeweiligen Projektpartnern und Institutionen: