Alpenpanorama mit Bergsee und daraus labenden Pferd.

Knödel mit Aussicht

Rezeptserie

Die einen peilen den Gipfel an, die anderen suchen in der Höhe Ruhe und Weitblick, wieder andere folgen der Verlockung kulinarischer Genüsse – die Gründe für eine Bergtour sind vielfältig. Ein besonders schmackhafter Anreiz für den Aufstieg zur Darmstädter Hütte sind zweifellos ihre legendären Knödel. Seit Jahrzehnten ist Familie Weiskopf für die runden Tiroler Spezialitäten bekannt. Verdienen muss man sie sich jedoch: Der Weg zur hochalpinen Schutzhütte auf 2.384 Metern ist anspruchsvoll und erfordert Ausdauer sowie Kondition. Oben angekommen, schmeckt es dafür um einiges besser – und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Knödel auf einem Tisch mit Aussicht durch ein Fenster der Darmstädter Hütte auf felsige Berge

Hüttenwirt Andreas (Andi) Weiskopf bewirtschaftet die fast 140 Jahre alte Hütte in dritter Generation und legt großen Wert auf authentische Küche. Zwar serviert er dank Stromversorgung auch einen „richtig guten“ Cappuccino, doch Meeresfrüchte sucht man auf der Speisekarte vergeblich. „Man muss nicht immer alles neu erfinden“, meint er und bietet stattdessen Knödel in vielfältigsten Varianten: von Klassikern wie Semmel-, Speck- und Kasknödeln über Spinat- und Leber- bis zu – je nach Saison und Verfügbarkeit – Bärlauch- oder Graukasknödeln. Besonders beliebt seien auch jene mit Tomaten und Mozzarella. Aber auch Schweinsbraten, Hauswurst und Co. kommen auf den Tisch. Viele Zutaten stammen direkt aus der hauseigenen Landwirtschaft. Kein Wunder, dass die Hütte regelmäßig im Gault&Millau und dem österreichischen Genuss-Magazin Falstaff Erwähnung findet.

 

Zwischen Knödel- und Gipfelträumen

 
Trotz aller kulinarischen Hochgenüsse bleibt die von Ende Juni bis Mitte September bewirtschafteteSchutzhütte in erster Linie ein wichtiger Stützpunkt für Bergsportler:innen. Sie ist Etappenziel der mehrtägigen Verwallrunde und Ausgangspunkt für zahlreiche Gipfel- und Klettertouren. Gut zu erreichen sind unter anderem der Scheibler (2.978 m), die Faselfadspitze (2.993 m) und die Saumspitze (3.039 m). Die Kuchenspitze (3.148 m) zählt zu den hundert schwierigsten Bergen weltweit – ein Ziel für erfahrene Alpinist:innen. Aber von schwindelerregenden Höhen zurück zu den köstlichen Knödeln: Andi verrät sein Rezept der Tomaten-Mozzarella-Variante zum Nachkochen. 

Tomaten-Mozzarella-Knödel

Zutaten für 10 Stück

 
500 g Knödelbrot
300 g gewürfelte (Dosen-)Tomaten
1 frische Tomate (kleinwürfelig geschnitten)
100 g Mozzarella (kleinwürfelig geschnitten)
50 g Margarine
2 Eier
Mischgewürz aus Salz, Pfeffer und Knoblauch
frisches Basilikum nach Geschmack

Zutaten für die Zubereitung der Tomaten-Mozzarella-Knödel
Tomaten-Mozzarella-Knödel mit Salat auf einem Tisch. Im Bild ist als text vermerkt, dass die Knödel auch optisch einiges hergeben.

 

Ein Genuss für alle Sinne:      

Die Tomaten-Mozzarella-Knödel      

überzeugen nicht nur geschma-      

cklich, sondern machen auch      

optisch einiges her.      

Zubereitung

 

Für den Teig das Knödelbrot mit den weiteren Zutaten von Hand gut vermischen. Aus der Masse zwölf gleichmäßige Knödel formen und über Dampf 20 Minuten lang garen. Die fertigen Knödel mit geschmolzener Butter und Parmesan anrichten und genießen!

 
Tipp: Dazu schmeckt sehr gut ein grüner oder gemischter Salat.

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