Gekommen, um zu bleiben ...

Silke, Katie und Allan

Ein Ort, wo alles passt? Für sport- und schneebegeisterte Menschen kommt St. Anton am Arlberg der Idealvorstellung sehr nahe. Deshalb reisen sie zuerst als Gäste oder für die Arbeit an und richten sich dann ihren Lebensmittelpunkt hier ein. Viele von ihnen traf die Zuneigung zur Arlbergregion gleich beim ersten Besuch mitten ins Herz, sodass sie von Beginn an wussten: Hier möchte ich für immer bleiben!

Silke Unseld, Deutschland

 

Ich fühlte mich sofort daheim!
Silke Unseld, geboren 1974, wuchs in der Gegend von Ulm auf. Dort gibt es hübsche Hügel, aber keine Berge. Und Silke brauchte Berge, denn sie hatte sich im Alter von 18 Jahren von ihrem ersten selbstverdienten Geld ein Snowboard gekauft und fuhr erfolgreich bei Wettbewerben mit. Zum Training verbrachte sie später als junge Bankbeamtin fast jedes Wochenende im Kaunertal, bis ihr eine polnische Snowboarderin von der Skischule Arlberg erzählte. Also heuerte Silke dort an, kündigte bei der Bank, machte verschiedene Sportausbildungen und wusste gleich: „In St. Anton bin ich daheim, da möchte ich bleiben!“

Mittlerweile hat sie sich als Guide, Snowboard-/Skilehrerin sowie als Bergwanderführerin und Yogalehrerin selbständig gemacht und arbeitet im Sommer für den Tourismusverband St. Anton am Arlberg. „Berge vermitteln mir Geborgenheit, Kraft und Energie“, erzählt Silke. „Das weitläufige, schneesichere Skigebiet mit der Vielzahl an Variantenabfahrten, die ich besonders liebe, ist ohnedies ein Wahnsinn! Besser kann ich es mir nicht wünschen.“
 
Auch die inspirierende Mischung aus dörflicher Idylle und internationalem Flair hat es ihr angetan. Es ist leicht, hier Anschluss zu finden. Silke ist auch selbst eine sehr kommunikative Frau, die sich in die Gesellschaft einbringt. So ist sie auch bei der Bergrettung St. Anton am Arlberg im Einsatz. Fernweh? „Ja, denn ich bin eine leidenschaftliche Reisende. Aber ich kehre immer wieder gern in meine Heimat am Arlberg zurück!“

Silke Unseld in Wanderausrüstung, zeigt gerade eine lokale Pflanze her.

Allan Bonde Jensen, Dänemark

 

Ich wollte unbedingt das Skifahren lernen

Als der 1969 in Kopenhagen geborene Allan Bonde Jensen noch auf die bautechnische Hochschule in Kopenhagen ging, packte den jungen Mann das Fernweh und die Sehnsucht nach einer Auszeit. Er legte die Studienunterlagen zur Seite und probierte lieber Ski und Skistöcke an. Ein Jahr wollte er sich freinehmen, die Welt erkunden und vor allem in Österreich und in der Schweiz das Skifahren lernen. So verschlug es ihn 1993 nach St. Anton am Arlberg und schon war es um ihn geschehen. Er verliebte sich in den Ort und in eine junge Frau, der Rest der Welt konnte warten.

Allan Jensen beim Fahnenaustauch auf einem Steiger vor der Arlberg WellCom Halle.

In St. Anton am Arlberg gab es einiges zu lernen. Zuerst einmal die Sprache. Allan besuchte einen Deutschkurs, verstand aber trotzdem nicht, was ihm die Einheimischen erzählten. Um den Dialekt zu verstehen, brauchte es mehrere Jahre. Und mit dem Skifahren haperte es am Anfang ebenfalls: „Damals gab es die Nassereinbahn noch nicht, ich musste einen langen, holprigen Ziehweg fahren, um auf die Pisten zu kommen, das war für mich eine große Herausforderung mit zittrigen Knien, aber ich ließ mich nicht vom Vergnügen abhalten.“

 

Der sportbegeisterte Allan lernte schnell und war von 2007 bis 2023 bei der Loipenbetreuung tätig, seit 2006 ist er Haustechniker im Arlberg WellCom, inklusive dazugehöriger Gebäude. Privat hat er eine Familie gegründet. „Emil, Laura und Emma sind Vollblut-Tiroler und -Tirolerinnen, ebenfalls ski- und langlaufbegeistert und lieben ihre Heimat“, erzählt er, „aber auf Familienbesuch nach Dänemark sind sie doch immer gerne mitgefahren.“ Allans liebste Arlberger Jahreszeit ist der Winter. „Aber eigentlich auch schon der Herbst, wenn es wieder kälter wird und die große Vorfreude aufs Skifahren zu spüren ist!“ 

Katie Austin, Großbritannien

 

Ich liebe den Winter und den Sommer in St. Anton!
Katie Austin, geb. 1992, stammt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Manchester. Nach St. Anton am Arlberg kam sie zum ersten Mal im Dezember 2016, um hier in der Gastronomie zu arbeiten. Nach ein paar Wochen bekam sie Besuch von ihren Eltern, die sich besorgt erkundigten: „Du bleibst aber nur für diese eine Saison hier, oder?“

Katie blieb bis heute. Nach sieben Jahren in der Gastronomie arbeitet sie nun mit großer Begeisterung für den Tourismusverband St. Anton am Arlberg, seit Sommer 2025 in der Event-Abteilung. Wenn sich die Gäste bei ihr über das Angebot erkundigen, gibt sie immer auch gern über die Schönheit des Arlberger Sommers Auskunft. „Ich liebe den Winter hier, aber der Sommer gefällt mir mehr und mehr. Ich wandere, bike und laufe gerne und in St. Anton ist das besonders attraktiv!“
 
In ihrer neuen Heimat hat Katie auch Craig kennengelernt, der ebenfalls aus Großbritannien stammt und schon eine Saison vor ihr hier gelandet ist. Die beiden wollen in absehbarer Zeit heiraten. Wo sie das tun möchten und wo sie sich für immer niederlassen werden? Einmal darf man raten! Katies Eltern haben dafür übrigens Verständnis. Auch sie finden es am Arlberg wunderschön, wenn sie bei ihrer Tochter und ihrem zukünftigen Schwiegersohn zu Besuch sind.

Katie Austin lächelt in die Kamera während der Arbeit im Zielbereich des Arlberg Giro.