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Kapellenrundwanderweg in Flirsch

Bei dieser Wanderung genießt man immer wieder herrliche Ausblicke auf Flirsch und das Stanzertal. Ausgehend von der Pfarrkirche mit Totenkapelle (1), wandert man ca. 400 Meter in Richtung Norden bis zur Brücke des Mühlbaches zur Lordusgrotte und der direkt darüber liegenden Lourdeskapelle (2). Weiter geht es über die Ortsteile Mairhof, Schneckenbach nach Schöpfen, von wo man über Riedlen direkt zur Antoniuskapelle (3) in Wolfen gelangt. Hier geht es talwärts in den Ortsteil Grube zur Herz-Jesu-Kapelle (4) und zurück zur Pfarrkirche.
 

1) Pfarrkirche Flirsch

Erstmals erwähnt 1385, mit der unter Denkmalschutz stehenden Totenkapelle und dem Kriegerdenkmal. Die Totenkapelle verdankt ihr Entstehen (1837 bis 1840) dem Flirscher Bauern und Wanderhändler Nikolaus Zangerl. Hier wurden jahrzehntelang Teile aus dem aufgelassenen Marienkloster im Vinschgau untergebracht, unter anderem die heute den Hochaltar zierende Muttergottes. 1970 wurde die Kapelle mit Hilfe des Landesdenkmalamtes renoviert.

2) Lourdeskapelle mit Lourdesgrotte

Ausgehend von der Pfarrkirche Flirsch erreicht man die denkmalgeschützte Lourdesgrotte und genau darüber am bewaldeten Hang die 1898 geweihte Lourdeskapelle in rund 15 Minuten Gehzeit. Ihr Entstehen verdankt sie dem Flirscher Pfarrer Martin Fuchs. Der schlichte Betraum beherbergt eine lebensgroße Marienstatue. An der Bergseite stehen in Rundbogennischen die zwei Statuen des Herzen Jesu und des Hl. Josef. Die Naturgrotte zeigt eine Marienstatue aus Laaser Marmor vom Zammer Steinbildhauer Josef Zangerl (1852-1901).

3) Antoniuskapelle bei Wolfen

Die Kapelle wurde im Jahre 1718 erbaut und ist somit die älteste Kapelle der Gemeinde Flirsch. Die barocke Kapelle beherbergt einen sehr kunstvollen Barockaltar. Das Hauptbild des Altars ist eine Maria- Hilf- Madonna von Lukas Crananch auf einer Wolke umgeben von Engeln, zur Linken der Hl. Josef und rechts der Hl. Antonius. Zum Inventar zählt auch ein Ölbild mit der Darstellung der Madonna mit schlafendem Kind, das stets im Mai ausgestellt wird. Diese Privatkapelle der Bauern von Wolfen und Bermen ist es unbedingt wert, ihr einen Besuch abzustatten.

4) Herz-Jesu-Kapelle in der Grube

1837 als die Kapelle erbaut wurde, ist sie kurz darauf von einer
Mure verschüttet worden. Damals hieß sie noch Maria-Hilf-Kapelle. Im Jahre 1907 wurde eine gründliche Restaurierung vorgenommen. Anlässlich des Straßenbaues zu den Flirscher Berghöfen wurde die ziemlich verfallene Kapelle 1970 abgerissen und 1985 neu errichtet. Die Kapelle ist im Privatbesitz der drei Bauern am Mairenbichl.
Von der Herz- Jesu- Kapelle wandert man auf der Dorfstraße zurück zur Pfarrkirche.