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Publikumsrekord und Preisverleihung beim 18. Filmfest St. Anton

Publikumsrekord und Preisverleihung beim 18. Filmfest St. AntonPublikumsrekord und Preisverleihung beim 18. Filmfest St. Anton

Am Samstag, den 1.9.2012 ging das Filmfest St. Anton mit einem neuen Publikumsrekord und mit der Preisverleihung zu Ende. Der von den Arlberger Bergbahnen gestiftete und mit 2600 Euro dotierte St. Anton Spezialpreis wurde an den Film „El Cuentista – The Storyteller“ von Jacob Slot verliehen. 

[Foto, von links nach rechts: Stefan und Katharina König (Filmfest), Preisträger Jacob Slot, Isabella Hauser (Arlberger Bergbahnen) und Martin Ebster (TVB St. Anton), Foto: Paul Schranz]

Der in der Publikumsbewertung ("Publikumspreis" und Verleihung des vom Mooserwirt gestifteten "Mooscar") vorne liegende Film war das zweiteilige Porträt über Gerlinde Kaltenbrunner "Angekommen" und "Grenzgang in Fels und Eis" von Hans-Peter Stauber und Lutz Maurer, ganz knapp vor dem von illuminati-Film produzierten Freeride-Film "Lost and Found" mit Stefan Häusl und Björn Heregger

Mooscar 2012:

 

Die Verleihung des St. Anton Spezialpreises an Jacob Slot wurde wie folgt begründet: Aus einer Fülle von Filmmaterial, das auf seinen Patagonien-Reisen entstanden ist, hat der aus Dänemark stammende Wahl-St. Antoner Jacob Slot einen Bilderbogen komponiert, mit dem er die Schönheit, die Wildheit und die Magie von Patagonien, dem Land seiner Träume, vor Augen führt. Sorgfältig und bemüht wie die Auswahl der Bilder ist auch die Auswahl der Musik, die das Typische des Landes mit zum Ausdruck bringt.

Im Film werden Geschichten erzählt, die einen Assoziationsbogen zu den Bildern spannen, um Legenden geht es, um Schmerz, um die Möglichkeiten, Dinge so oder anders anzugehen, und um Freundschaft. Die Geschichten sind zum einen nahe am Alltag, so bei der Wildheit und Ausgesetztheit des Klimas, mit der die Menschen und Tiere seit jeher in Patagonien fertig werden müssen und die ihr Leben und ihren Alltag seit jeher prägen.

Der Film ist aber auch weit vom Alltag in Patagonien entfernt. Er handelt von der magischen Anziehung des Landes auf Europäer, von ihrem Ausbruch in eine Welt, wo man sich mit ein paar Schritten in unerforschtem Terrain befindet, von Forschergeist, von Abenteuern und von der Leidenschaft für das Skifahren auf unbekanntem Terrain.

In der letzten Geschichte geht es um Patagonien selbst und um das, was es für den Geschichtenerzähler ist, als der sich am Ende der Filmemacher Jacob Slot zu erkennen gibt. Patagonien, so heißt es in dem Film, ist für ihn „mehr als eine Leidenschaft“, aber auch nicht etwas, dem er völlig distanzlos gegenüber steht, „keine Besessenheit“, wie er sagt. In seinem Erstlingsfilm hat Slot mit viel Poesie und wunderschönen Naturaufnahmen ein Land vor Augen geführt und deutlich gemacht, warum dieses für so viele ein Symbol für das andere unserer, von einer sich immer weiter ausbreitenden Zivilisation geprägten Welt ist.